Pflegekonzept

Unser Verhältnis zu Patienten und Angehörigen

Wir leisten keine „stumme Pflege“. Während der Durchführung der Pflegetätigkeit wenden wir uns unseren Patienten und den Familien auch im persönlichen Gespräch zu. Wir leiten Patienten und Angehörige im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“ in pflegerischen Tätigkeiten an. Wir sind bemüht, unseren Patienten bzw. den Familien, möglichst den gleichen Mitarbeiter oder die gleiche Mitarbeiterin zuzuteilen, um so auf beiden Seiten einen hohen Grad an Zufriedenheit zu erreichen. Dadurch vermitteln wir unseren Patienten bzw. den Familien das Gefühl der Geborgenheit. Wir treten für die Rechte derer ein, die dies nicht (mehr) selbst können.
 

Pflegemodell

Ausgehend von den „Grundregeln der Krankenpflege“ nach Virginia Henderson führen wir unsere Pflege planmäßig durch. Die Planung der Pflege geschieht auf der Grundlage des Pflegeprozesses mit dem Ziel, systematisch den individuellen Pflegebedarf zu ermitteln und ergebnisorientiert zu decken. Wir arbeiten nach einem ganzheitlichen Pflegeverständnis entsprechend unserem christlichen Selbstverständnis. Zudem arbeiten wir nach den neuesten pflegerischen Erkenntnissen.
 

Pflegeverständnis

Ausgehend von dem Leitsatz "Pflegen =  tun, was der Mensch nicht selbst tun kann", sind wir nicht ersetzend, sondern ergänzend tätig. Wir ermitteln die Ressourcen des Patienten bzw. seines familiären und sozialen Umfeldes, die wir nutzen und nach Möglichkeit fördern.
Professionelle Pflege verlangt Kontinuität, fachgerechte Versorgung nach neuesten Erkenntnissen (Prophylaktische, aktivierende, rehabilitierende Pflege, sowie lindernde Pflege von Schwerkranken und Sterbenden, Sterbebegleitung)
 

Klienten

Unser Pflegedienst schließt mit den Pflegebedürftigen einen schriftlichen Pflegevertrag ab, der wird vom Pflegebedürftigen / Angehörigen und vom Pflegedienst unterschrieben wird. Bereits hier wird eine Gleichberechtigung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegedienst begründet.
Gegen den Willen des Pflegebedürftigen leisten wir keine Pflege, auch wenn uns z.B. ein Angehöriger hierzu auffordert. Wir bemühen uns allerdings, den Pflegebedürftigen von der Notwendigkeit begründeter Pflegemaßnahmen zu überzeugen. Im Extremfall lassen wir eine Unterversorgung des Pflegebedürftigen aufgrund seiner eigenen Willensbezeugung zu. Bei möglicher Selbstgefährdung schalten wir weitere Institutionen ein. (z.B. sozialpsychiatrischer Dienst Netphen, Bahnhofstr., Hausarzt).
Lehnt ein Pflegebedürftiger seine Mithilfe an der Pflege im Sinne einer aktivierenden Pflege trotz eindringlicher Aufklärung über mögliche negative Folgen für seine zukünftige Selbständigkeit ab, leisten wir ersetzende Pflege, auch wenn objektiv ergänzende Pflege angezeigt ist.